52. Sankt Martinszug
"Ich geh mit meiner Laterne"
Foto: Rheinlandzeitung
St. Martin hoch zu Ross. Christliches Brauchtum aus dem Mittelalter
Wie in all den letzten Jahren wurde, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung der Martinstag gefeiert.Ca 1.500 Teilnehmer; Kinder, mit ihren teils selbstgebastelten Laternen, sowie deren Eltern und Großeltern, zogen vom Fischmarkt singend durch die Speyerer Hauptstraße zum Heidentürmchen. Auch die Kleinsten waren, warm eingepackt, in dem Kinderwagen mit dabei.
Vor einer beeindruckenden Kulisse wurde das Martinsspiel aufgeführt. Der junge Soldat Martin soll in einer kalten Winternacht seinen Mantel mit einem Bettler, der vor den Stadtmauern saß, geteilt haben. Er wurde nach seinem Militärdienst Einsiedler und seine guten Taten waren überall bekannt. Deshalb wurde er von den Gläubigen zum Bischof gewählt. Weil er sich dieser Berufung entziehen wollte, versteckte sich Martin in einem Gänsestall. Hier verriet ihn das Geschnatter des Federviehs. Martin wurde also Bischof von Tours wo er am 11. November 397 starb. Daher rührt auch der Brauch am Martinstag eine Gans zu verspeisen. „Die Gänse haben Martin verraten, jetzt müssen sie im Kochtopf braten“ heißt ein alter überlieferter Spruch.
Wenn auch der Laternenumzug heute immer mehr zum bloßen Laternenfest verkommt, so liegt der Ursprung doch in der christlichen Tradition um die Geschichte mit St. Martin.
(kajef)
52. Sankt Martinszug
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