Weinprinzessin 2011
Inthronisation der neuen Dürkheimer Weinprinzessin
v.l.n.r.: Jochen Schmitt (Vertreter der Dürkheimer Winzer), die frisch gekrönte Weinprinzessin Caren I., Bürgermeister Wolfgang Lutz, die verabschiedete Weinprinzessin Gabi I. und Volker Schrah (Vertreter der Leistadter Winzer) Foto: Bad Dürkheim
Caren I. übernimmt Weinprinzessinnen-Krone
„Heute brauchen wir die Sonne gar nicht, wir haben ja zwei strahlende Prinzessinnen“, freute sich Bürgermeister Wolfgang Lutz bei der Verabschiedung von Gabi I. und der anschließenden Inthronisierung von Caren I. als neuer Bad Dürkheimer Weinprinzessin am vergangenen Sonntag im Weindorf. Es sei eine gute Tradition, den Wechsel am zweiten Wurstmarkt-Wochenende vorzunehmen, „so kann jede Prinzessin den Wurstmarkt gleich zweimal erleben“, fuhr das Stadtoberhaupt fort.
Der Wechsel der Krone sei mit zwei verschiedenen Gefühlslagen verbunden. Während die amtierende Prinzessin mit Wehmut zurückschaue auf ihr besonderes Amtsjahr, denke die neue Prinzessin voller Erwartung an die vor ihr liegenden Aufgaben. Lutz dankte der scheidenden Weinhoheit Gabi I., die von Tag zu Tag mehr mit ihrem Amt zusammengewachsen sei und zugleich als Finanzbeamtin mit dem Vorurteil aufgeräumt habe, „die vom Finanzamt können nicht freundlich sein“. Als besonderen Höhepunkt in Gabis Amtszeit erwähnte der Bürgermeister die Einweihung der Dürkheimer „Saline“, ein Ereignis das einmalig bleiben solle.
Jochen Schmitt bedankte sich im Auftrag der Dürkheimer Winzer für die von Gabi geleistete Arbeit im Verlauf des vergangenen Jahres, ebenso wie Volker Schrah, der dies im Auftrag der Leistadter Winzer übernahm. Beide freuten sich, dass Gabi im Oktober bei der Wahl zur Pfälzer Weinkönigin in Neustadt antrete. Für diese Wahl die Daumen drücken will auch Martin Freund, der mit einem Blumengruß den Dank der Jungwinzer übermittelte. Sie alle waren sich einig, mit Caren I. eine kompetente Nachfolgerin gefunden zu haben.
„Welch erhabener und außergewöhnlicher Moment in meinem Leben“, dachte Gabi I. zurück an den zweiten Wurstmarktsonntag des vergangenen Jahres, an dem sie selbst die Krone übernommen hatte. Sie schaue zurück auf ein Amtsjahr voller positiver Erfahrungen. „Ich durfte im Norden und im tiefen Süden den hervorragenden Dürkheimer Wein repräsentieren“, dankte sie den Winzern für dieses tolle Produkt. Sie werde dem Dürkheimer Wein ewig verbunden sein.
Sie freue sich auf die Aufgaben, die auf sie zukommen, so Caren I. in ihrer Antrittsrede. „Ich möchte vor allem meine Leidenschaft zum Wein und zu meinem Heimatort weitergeben“, erläuterte sie. „Bad Dürkheim bietet alles, was man braucht: eine schöne Landschaft, gute Weine, tolle Weinfeste und nette, gesellige Leute.“
Bei der Ziehung der Gewinner des Weindorfrätsels übernahm die 20jährige anschließend gemeinsam mit ihrer Vorgängerin ihre erste Aufgabe und fungierte als Glücksfee.
v.l.n.r.: Jochen Schmitt (Vertreter der Dürkheimer Winzer), die frisch gekrönte Weinprinzessin Caren I., Bürgermeister Wolfgang Lutz, die verabschiedete Weinprinzessin Gabi I. und Volker Schrah (Vertreter der Leistadter Winzer) Foto: Bad Dürkheim
Neue Weinprinzessin 2011 Caren Entenmann
Neue Weinprinzessin 2011 Caren Entenmann. Foto: Rheinlandzeitung
Bei einem Pressegespräch am vergangenen Freitag stellte Bürgermeister Wolfgang Lutz gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Weinbauvereins, Jochen Schmitt, und dem Leiter der Tourist-Information, Gerrit Altes, die neue Weinprinzessin der Stadt Bad Dürkheim für die Saison 2011/ 2012 vor. Caren Entenmann werde am zweiten Wurstmarktsonntag in ihr neues Amt eingeführt und beim größten Weinfest der Welt die Krone von ihrer Vorgängerin Gabi Krebs übernehmen, so Lutz.
„Die Weinprinzessin ist die Repräsentantin des Dürkheimer Weines und sie ist traditionell auch die Repräsentantin der Weinstadt Bad Dürkheim“, erläuterte der Bürgermeister und wies darauf hin, dass bereits zum vierten Male eine Ausschreibung des Amtes vorausgegangen war. Obwohl Caren Entenmann in diesem Jahr die einzige Bewerberin war, musste sie sich einem Gremium aus Vertretern des Weinbaus und der Tourist-Information stellen und dabei zwei Aufgaben lösen: eine Weinbesprechung und eine kurze „Rede zur Eröffnung des Stadtfestes“.
Beide Aufgaben löste die Zwanzigjährige zur großen Zufriedenheit der Jury. „Diese Sachkompetenz macht es leichter, den Wein zu repräsentieren“, so Jochen Schmitt. Noch wichtiger aber sei die Offenheit und die Fähigkeit, auf andere Menschen zugehen können. Die Jury sei davon überzeugt, dass Caren Entenmann beides mitbringe.
„Weinhoheiten kommen nie aus der Mode“, zeigte sich Tourismus-Chef Gerrit Altes überzeugt. Die Gäste seien stets erfreut, wenn sie von der Weinprinzessin begrüßt werden.
Auf diese und andere Aufgaben freut sich die junge Frau, die in diesem Jahr am Werner-Heisenberg-Gymnasium ihr Abitur absolviert hat, sichtlich. Momentan arbeitet sie als Vollzeitkraft im Weingut ihres Onkels Helmut Darting und sammelte dadurch schon viele wertvolle Erfahrungen, beispielsweise auf der Pfälzer Wein- und Sektmesse, der ProWein in Düsseldorf und beim Pfälzer Barrique Forum.
Ab Oktober möchte sie ein Studium der Steuerlehre beginnen, eine etwas „trockenere Materie“, wie sie selbst vermutet. Ganz nebenbei engagiert sich die junge Frau auch in ihrem Lieblingssport: Seit diesem Jahr fördert sie als Badmintontrainerin 8- bis 16-jährige Nachwuchssportler.
(Text: Presse Bad Dürkheim)

