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(vst) Am
Dienstag Nachmittag fand in der Dreifaltigkeitskirche in Speyer das
Gospel-Konzert der „Black Gospel Singers“ statt. Der amerikanische Chor
besteht aus 5 talentierten Männerstimmen und 5 starken
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Beginn
des Konzerts mit dem "Vater unser" |
Frauenstimmen.
Mit frischer Energie und gepowerter Lebensfreude erlebten die Zuhörer einen
faszinierenden, energiegeladenen und lebendigen Kirchengospelgottesdienst. Das
Publikum, das von Jung bis Alt reichte, bedankte sich mit tosendem Beifall und
rhythmischen Bewegungen. Mit wahrer Herzlichkeit und ansteckender Lebensfreude
begeisterte die Sprecherin Sista B. die vollbesetzte Kirche.
Jedes
Mitglied des Chores ist ein talentierter hervorragender Einzelmusiker.
Instrumental wurde der Chor von Schlagzeug, Keyboard und Gitarrist begleitet.
Das Konzert begann, indem zunächst 3 Männer in Engelsgleichen weißen langen
Kutten mit goldenen Einsätzen an den Ärmeln über einen Seiteneingang nach
vorne an den Altar gingen um an ihren Instrumenten Platz zu nehmen. Es folgte
eine Frau, mit brennender Kerze,
die das „Vater unser“ in englischer Sprache und mit kräftiger dunkler
Stimme singend und
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Sista
B. bei der Begrüßung des Publikums |
mit
viel Schwung betete. Ihr folgten daraufhin die übrigen Chormitglieder mit ihren
langen weißen Gewändern schwungvoll tanzend und sich bewegend zum Altar, unter
ihnen auch die Sprecherin Sista B.. So wurden frisch, fröhlich, leicht die
ersten beiden Gospelsongs überzeugend und harmoniegleich dargeboten. Es gab
keine Ruhe - nur Bewegung riss das Publikum emotional vom ersten Moment an mit.
Das in allen Sprachen
gebräuchliche Wort „Amen“ wurde in fröhlichem Kanon voller Inbrunst und
Überzeugung präsentiert. Gleich danach nahm Sista B. mit ihrem vollen Publikum
Kontakt auf, indem sie direkt fragte wie viele der Anwesenden denn die englische
Sprache sprechen können. Sie teilte mit, dass Sie und ihre Kollegen
glücklich seien hier in Speyer zu sein und gemeinsam mit den Konzertgängern
eine gute Zeit verbringen zu dürfen. Viele der Anwesenden seien traurig, aber
sie wollten gerne fröhlich sein. Der international bekannte Chor, der zu einer
der besten Gospelchöre der Welt zählt, bereiste bisher ganz Europa wie
Österreich, Slowenien, Belgien und Deutschland. Sie teilte ihren Zuhörern
überzeugend mit „we love you“. Dann folgte der nächste Soloauftritt einer
anderen stimmgewaltigen Sängerin, die den bekannten Gospel sang „I love you
so“.
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Danach
kommunizierte Sista B. wieder in ihrer unkomplizierten Art mit den
Konzertbesuchern. Sie erzählte, dass Gott das ganze Universum und die Welt
geschaffen hat und dass es schön
sei geliebt zu sein. Demonstrativ und in ihrer sympathiegwinnenden Art suchte
Sista B. den kleinen Ort Speyer auf einer kleinen Weltkugel, die sie in der Hand
hielt. Dies war der Einsatz für einen weltweit bekannten Gospelsong
„He
has the whole world in his hands“(er hat die ganze Welt in seiner Hand). Mit
all Ihrer Energie animierte sie das Publikum mit einem herzlichen „help to
sing“ mitzusingen. Es folgte ein schwungvoll durch Handbewegungen der
Chormitglieder gesungener Gospel „So easy to love“. Sista B. erwähnte die
berühmten Sängerinnen Tina Turner, Whitney Houston oder Alicia Franklin. Sie
begann von Ihrem Ursprung zu erzählen, dass ihre Vorfahren Sklaven waren, denen
es nicht erlaubt war zu sprechen - also begannen diese zu singen. Der 7.
Gospelsong, der dem Publikum so richtig unter die Haut ging und Gänsehaut
produzierte, wurde von einem Mann gesungen mit dem Titel „
Bridge
over troubled water“.
Danach
sprach Sista B. wieder aufmerksam zu ihren Zuhörern. Sie lobpreiste in ihrer
fröhlich überzeugenden Art „er ist mein bester Freund“ und fragte das
Publikum wer denn die Bibel schon gelesen habe. Sie habe sie gelesen und deshalb
sei sie so glücklich. Sie erzählte, dass sie wie der Apostel Johannes sein
möchte und der übrige Chor tanzte dazu im Hintergrund. Voller Überzeugung
folgte dann der Gospel „I want to be ready“.
Der
Chor swingt im Rhythmus |
Das
Publikum liess sich beim nächsten Song „Oh happy days“ mitreissen und
keinen hielt es mehr auf den Bänken. Die ganze Kirche bebte, sang und bewegte
sich in ausgelassener und fröhlicher Laune. Es folgten dann die bekannten
Gospels „down by the riverside“ und „Jesus“. Alle tanzten und sangen im
rhythmischen Einklang harmonisch bis zum Höhepunkt, bei dem einer der jungen
Männer sogar eine Pirouette drehte bis die Chormitglieder nach 45 Minuten
inbrünstigen Gesangs nach und nach alle wieder zum Seitenausgang verschwanden.
Nach
20 Minuten kamen die Chormitglieder frisch gestärkt in
dunklen Hosenanzügen mit einer immensen Power und mit roten Kerzen
andächtig zurück zum Altar. Wieder begannen die 3 Männer an Ihren
Instrumenten zu spielen. Der kirchliche Weihnachtsbaum erstrahlte in festlichem
Glanz und erfüllte die offenen anwesenden Herzen.
Ein fulminanter Gospelsong erfreute
alle bezauberten Zuhörer. Als 14. Gospel stimmten alle zum fröhlichen und
glücklichen „Halleluja“ an. Die ganze Kirche klatschte und sang fröhlich
mit. Es sprach wieder Sista B. zu ihrem Publikum. Sie fragte die Gäste, ob sie
jemals in einer
Sista
B. im Dialog mit den Menschen |
amerikanischen
Kirche von Dunkelhäutigen gewesen seien. „Wir begrüßen uns alle zunächst
ehrlich und sagen dass es gut sei den Anderen wieder zu sehen“, erklärte sie,
aber nicht jede Kirche sei gleich. Sie sprach offen zu ihrem Publikum, dass man
in europäischen Kirchen fast einschläft, sich langweilt oder darauf wartet,
dass die Zeit schnell vergeht. Aber in der Kirche von Sista B., da singe man ein
herzerweichendes und überzeugendes „Halleluja“. Sie präsentierte dann den
Minister Pastor David Bozeman, der mit einem überzeugenden „God is Good“(Gott
ist gut) den nächsten Gospel „Kumba ya my Lord, kumba ya - oh Lord kumba ya“
anstimmte. Während der Chor am Altar Platz genommen hatte, schritt Sista B.
durch die Reihen und suchte den persönlichen Kontakt zu ihren Konzertbesuchern
und sang Ihr fröhliches und ansteckendes Lied. Sie sprach danach von der
berühmten Mahalia Jackson - eine
der größten Gospelsängerinnen der Geschichte. Hierbei sagte sie Ihre junge
stimmstarke Kollegin Joshika Horns an, die den bekannten Gospel „Take my hand“
in sehr tiefer und beeindruckender Stimme
sang und das Publikum mitriss. Alle sangen dann „every time“ und es endete
in einem fröhlichem „Halleluja“.
Sista
B. forderte die Gäste auf zu ihrer „Kirche“ zukommen, weil wir eine gute
Zeit miteinander verleben indem wir Gott lobpreisen und ehren. Sie sprach weiter
von der Weihnachtszeit, wo die Frauen Diamantringe geschenkt bekommen. Sie sagte
was für eine wundervolle Zeit man habe, wenn man andere beschenkt und das
größte Geschenk, das die Menschheit jemals erhielt, war die Geburt unseres
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Herrn
in einer stillen und heiligen Nacht. Das war das Stichwort für Brian Jackson,
der in deutscher Sprache fast akzentfrei „Stille Nacht, Heilige Nacht“ in
hoher Stimme zu singen begann, dann sang er das Lied in Englisch. Es folgte das
bekannte „Jingle Bells“, wo alle einhellig mitträllerten. Frisch
und fröhlich ging es weiter mit „Go tell it all the mountains that Jesus
Christ is born“. Eine bessere Botschaft hätte es für die anwesenden
Konzertbesucher nicht geben können. Ein freudiges und mitreissendes „we wish you a merry Christmas, we wish
you a merry Christmas and a happy new Year“ wurde mit tosendem Beifall
belohnt.
In
einer kurzen Gedenkpause vergaß es Sista B. nicht auch an die armen
Erdbebenopfer zu denken, wo Menschen im Moment sehr leiden, viele ihr Leben
verloren haben oder ganze Familien zerstört wurden. Dies
Brian
Jackson singt "Stille Nacht" |
bewegte
die anwesenden Menschen und traf sie mitten im Herzen. Sie sprach überzeugend
„wir schwarzen Gospelsänger sind gegen den Hass“. Das Entscheidende sei,
dass es nicht genug Liebe auf der Welt gäbe. Es sei unwichtig welche Hautfarbe
man habe und welcher Religion man angehöre und welchen Glauben man vertrete,
wichtig sei einzig und alleine „Ihr seid alle meine Brüder und meine
Schwestern“. Vor allen Anwesenden nahm sie die Hand eines Mannes aus dem
Publikum und hielt diese in der ihren, denn unser Blut habe ein und dieselbe
Farbe. Sie schloss mit den starken Worten „I send all love to all of you“
und wir sollten „Boten der Liebe“ sein und diese Liebe zu Anderen bringen
und sie verbreiten, dann werden wir den Weltfrieden haben – das Publikum
fühlte sich stark und vollkommen gehalten in dieser lebendigen und innigen
Gemeinschaft. Von einem Frauenduo wurde dann der unter die Haut gehende langsame
Gospelsong „Who can say if the love grows as your heart shows...only time“
überzeugend und könnerisch gesungen. Dann kamen alle auf die Bühne zurück.
Ein weiterer Mann sang „Imagine all the people“. Dann fragte Sista B.
aufmunternd, ob heute ein Geburtstagskind im Publikum dabei sei. Sie holte
selbstsicher alle Dezembergeborenen nach vorne auf die Bühne und vereint sang
sie fröhlich „celebrate good times, come on“. Der Chor sang mit „celebrations“ and “have a good time”. Es
sei die Zeit zusammenzukommen und
eine gute Zeit zu haben. Das Publikum war angeheizt, angesteckt von dieser
Fröhlichkeit und tanzte und bewegte sich frei und locker.
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So
war es den „Black Gospel Singers“ gelungen in ein einhalb Stunden eine
Wahnsinnsstimmung unter den Zuhörern zu produzieren, und fröhliche Herzen zu
gewinnen. Gegen Ende sang Sista B. mit Ihrem Ensemble kräftig und inbrünstig
“good, good, good time“ und animierte alle mitzusingen und mitzutanzen. „Oh Jesus, oh Jesus it’s all right”. Sie schloss herzlich
mit den Worten „You are beautiful“. Auch der bekannte Song „Hey Man“
überzeugte ein begeistertes Publikum und mit den offenen und herzlichen Worten
„Gott segne euch“ präsentierte sie alle Chormitglieder namentlich. Das
Gospelhungrige und verzauberte Publikum schaffte es schließlich noch eine
Zugabe herauszukitzeln, die lautete “we are family“. Mit den Worten „wir
lieben Euch und Gott liebt Euch“ hielten sich alle am Ende an den Händen und
wiegten sich im Takt. Ein mitreißendes und erfülltes Gospelkonzert ging leider
zu Ende.(vst ) |