Rheinlandzeitung
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Schimmel

14.01.2011Schimmel in der Wohnung Faltblatt der Verbraucherzentrale gibt Tipps Regelmäßig während der Heizperiode sorgen schwarze Schimmelflecken und weiße Beläge für Streit zwischen Vermieter und Mieter. Wurde zu wenig gelüftet oder besteht ein Baumangel oder beides? Der Nachweis, woher der Schimmel kommt, ist schwierig, kostspielig und nicht immer erfolgreich: "Ein Viertel der Fälle kann auf falsches Nutzerverhalten und ein Viertel auf Baumängel zurück geführt werden", erläutert Hans Weinreuter, Energiereferent der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Bei der anderen Hälfte spielt beides eine Rolle. Denn Schimmelpilze fühlen sich in feuchtem Klima wohl, und Bauteile können sowohl bei unzureichender Raumlüftung als auch bei ungünstiger Bauweise zu feucht an den Innenoberflächen werden. Durch vermehrtes Freisetzen von Sporen in die Raumluft kann ein Schimmelpilzbefall zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Bereich der Atemwege sowie zu allergischen Beschwerden führen, vor allem bei vorbelasteten Personen, Senioren und Kindern. Die Ursachen sollten deshalb möglichst rasch beseitigt werden.

Damit der ungesunde Mitbewohner der Wohnung fern bleibt, empfiehlt die Verbraucherzentrale, frühzeitig die Raumluftfeuchtigkeit der Wohnung zu kontrollieren. "Damit die Pilze im Wald bleiben" lautet ein kostenloses Faltblatt, das in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale ausliegt und unter www.vz-rlp.de/schimmel heruntergeladen werden kann. Das Faltblatt informiert über die Ursachen von Schimmel und gibt Tipps, wie man ihn vermeiden kann. Zusätzlich kann man sich in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale ein Hygrometer zur Messung der Raumluftfeuchte kostenlos ausleihen. In über 60 Orten beraten zudem die Energieberater der Verbraucherzentrale nach Terminvereinbarung kostenlos rund um das Thema Schimmel und bauliche Sanierungsmaßnahmen. Die Adressen der Beratungsorte sind auf der Internetseite der Energieberatung zu finden. Infos gibt es auch am landesweiten Beratungstelefon Montag und Donnerstag 10-13 Uhr und 14-17 Uhr sowie Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr unter 01805 60 75 60 20. Der Anruf kostet 14 Cent pro Minute aus dem Netz der Deutschen Telekom; aus den Mobilfunknetzen maximal 42 Cent pro Minute. VZ-RLP